Desserts

Rest-Kekse

Was macht man mit einer Handvoll ausgetrockneter Weihnachtskekse, die keiner mehr mag? Vogerl füttern wäre eine Möglichkeit oder in der Biotonne versenken. Da ich Lebensmittel aber ungern wegwerfe, habe ich damit einen Apfel-Crumble gemacht.

Äpfel mit Keksen und Zitronen-Himbeereis

Ein kleines Förmchen (16 cm) ausbuttern. Zwei Äpfel (Topaz) klein schneiden, mit den zerbröckelten Keksen mischen und ab in den Backofen bis die Äpfel weich sind. Mit Staubzucker bestreuen und einen Rest Fruchteis darauf schmelzen lassen.

Beim nächsten Mal nehme ich zitroniges Joghurt als Topping , denn die Kekse bringen doch viel Süße mit.

Seelentrösterchen

Kennt ihr doch, diesen Zustand, wenn fast nichts mehr so rund läuft, wie ihr es gerne hättet – oder? Manchmal hilft eine Knuddelrunde mit den Hundis, manchmal ein kleines Stück Schokolade, ein Stück Kuchen oder ein Schüsserl Eiscreme. Und manchmal hilft auch das nicht. Dann muss etwas Handfesteres her, eine  Kalorienbombe, die so richtig einschlägt und das Hüftgold mächtig wachsen lässt.

Dicke Waffeln, Eiscreme, marinierte Beeren

Dicke Waffeln, Eiscreme, marinierte Beeren

Im Augenblick des Genusses verschwendet man da natürlich keinen Gedanken an zwackende Reißverschlüsse, an Hosen, die man nur auf dem Bett liegend und nach Luft japsend zu kriegt, da zählt nur der Trost für das geschundene Seelchen.

Die Reue kommt erst hinterher, wenn die Waage rot statt grün leuchtet – und der Hausverstand still verzweifelt den Kopf schüttelt ob der Unvernunft, eine Stange Geld für ein amerikanisches Waffeleisen ausgegeben zu haben. Aber was solls, frau gönnt sich eh sonst nix :-)

Der totale Wahnsinn, aber sooooo gut!

Die kleinen Dinge

Letztendlich sind sie das Salz in der Suppe – die kleinen Dinge des Lebens. Sei es nun eine Blume, ziehende Wolken am blauen Himmel, ein schattiges Plätzchen im Sommer, ein Stündchen zur freien Verfügung oder eine kleine süße Sünde.

Nachdem Mutti ja ans Bett gefesselt ist und ich aus Zeitmangel auch relativ wenig für meine körperliche Ertüchtigung tun kann, sind Kuchen und Desserts so gut wie vom Speiseplan gestrichen. Ausgenommen ist da der Sonntag – da gibt es Nachtisch. Da ja frisches Obst- mit Ausnahme von Heidelbeeren, die sie in Kleinstmengen verträgt, Joghurt und Eis für Mutti verboten sind, bleibt nicht viel außer Kompott, Triet oder Pudding. In Miniportionen versteht sich und aufgemascherlt, damit es nach mehr aussieht :-)

Somlauer Nockerl

Mütterlein ist derzeit voll auf dem Pudding-Trip – da liegt es nahe, einmal Somlauer Nockerl, oder wie der Ungar sagt: Somlói Galuska, selber zu machen.

Somlauer Nockerl

Man braucht 6 Eier, 6 EL Zucker und 6-7 EL glattes Mehl (je nach Größe der Eier), sowie 1 EL Kakaopulver. Die Eier mit dem Zucker dick schaumig schlagen, das Mehl unterheben. Da man sowohl helles als auch dunkles Biskuit braucht, wird die Masse nun geteilt und der Kakao unter eine Hälfte gehoben. Teige auf ein Blech streichen, bei 160° etwa 12-15 Minuten backen.

fertig gebackenes Biskuit

Aus je 1 Packerl Vanille- und Schokopuddingpulver nach Herstellerangabe einen Vanille- und einen Schokopudding zubereiten und auskühlen lassen.

250 ml Wasser mit 2 EL Zucker aufkochen und wieder auskühlen lassen. Je nach Gusto 3-4 EL Rum dazu geben, sowie Rumrosinen, falls man sie mag.

Das erkaltete Biskuit in kleine Würferl schneiden oder reißen.

Die hellen Biskuitwürfel in eine beliebige Form füllen und mit der Hälfte des Rum-Zuckerwassers beträufeln.

Den Vanillepudding darüber streichen, mit Rumrosinen bestreuen.

Mit den dunklen Biskuitwürfeln ebenso verfahren, mit dem Schokopudding abschließen. Eventuell gehackte Nüsse darüber streuen.

Die Form mit Frischhaltefolie abdecken und für einige Stunden – am besten über Nacht – im Kühlschrank durchziehen lassen.

Zum Servieren mit einem großen Löffel Nocken ausstechen und mit Schlagobers und eventuell Schokoladensoße verzieren.

Tipp: In vielen Rezepten für Somlauer Nockerl wird der Biskuitteig nicht zerteilt, sondern fein säuberlich in Platten geschichtet. Das sieht natürlich viel ordentlicher aus, aber besser schmecken sie, wenn der Biskuit zerstückelt verarbeitet wird. Am Rum zu sparen, wäre auch am falschen Platz gespart, aber das ist natürlich Geschmacksache *g* Print This Post

 

Marillenknödel

Marillen, duftend und süß, waren der Ausgangspunkt für gar köstliche Knödel. Zur Abwechslung einmal mit einer Hülle aus Topfenteig, anstatt des sonst üblichen Erdäpfelteiges. Wobei das mit dem Topfenteig auch nicht wirklich stimmt, denn ich hatte noch eine Dose Ricotta aufzubrauchen und darum sollte man eher von einem Ricottateig sprechen. Egal, die Knödel haben geschmeckt und nur darauf kommt es an.

Marillenknödel

Marillenknödel

Für den Teig habe ich 250 g Ricotta, 150 g Dinkelmehl Type 700, etwas Salz und ein kleines Ei verknetet. Es entstand ein relativ weicher Teig, der sich trotzdem gut verarbeiten ließ. Die Menge ergab 8 Knödel, die ich nach dem Kochen in einer Mischung aus gerösteten Semmelbrösel, versetzt mit einem Rest gemahlener Mandeln, geschwenkt habe. Verwendet man sehr große Marillen reicht die Teigmenge für 5 Stück. Print This Post

Grieß-Strudel

In der vergangenen Woche war das Wetter ja nicht gerade sehr frühlingshaft, also musste ein kleines, süßes Trösterchen her. Zur Befriedung des schlechten Gewissens mit Obst aus dem Vorrat :-)

Grießstrudel

Grießstrudel

500 ml Milch
100 g Zucker
etwas Zimt und Muskat
Abrieb von je einer Orange und Zitrone
100 g Weizengrieß

250 g Topfen, den fetten

1 Glas Kompottweichseln 680 g
150 g Zucker

2 Packungen Strudelteig aus dem Kühlregal
4-5 EL flüssige Butter zum Bestreichen.

Milch mit Zucker, Zimt, Muskatnuss, Orangen- und Zitronenabrieb aufkochen, den Grieß einrieseln lassen und zu einem dicken Brei kochen. Den Topfen darunterrühren und alles erkalten lassen.

Die Kompottweichseln abgießen und den Saft auffangen.

Strudelteig aus der Packung nehmen und die Blätter auseinandernehmen. Blätter mit zerlassener Butter bestreichen und übereinander legen. Die Grieß-Topfenfülle entlang einer Schmalseite aufstreichen, etwa ein Drittel der abgetropften Weichseln in die Fülle drücken und den Teig einrollen. Den Strudel mit der Naht nach unten auf ein befettetes Backblech legen und abermals mit Butter bestreichen. Im vorgeheizten Rohr bei Mittelhitze etwa 45 backen. Etwas abkühlen lassen.

Während der Strudel bäckt den Saft der Weichseln mit dem Zucker zu einem Sirup einkochen, die restlichen Weichseln dazugeben.

Strudel mit Zucker bestreuen und mit den Weichseln servieren. Reste schmecken auch kalt.

So, jetzt mache ich noch eine Hunderunde, bevor ich meine Wauzis mit einem Lullaby zu Bett bringe. Schlaft auch gut, ihr da draußen! Print This Post