ZARTGRAU

Schlagwort Archiv: Blumen

Damit der Mai

nicht ganz ohne einen Beitrag zu Ende geht, zeige ich euch ein Foto von einem neu angelegten Teil des Blumenbeetes an der Hofmauer.

Die Abendsonne wirft Schatten an die Mauer

Eine Mordsarbeit war das, denn dieser Teil des Beetes war total verwachsen mit Stauden die dahinvegierten, Sträuchern, die sich unkontrolliert ausgebreitet hatten und Unmengen von Unkräutern. Zudem war an der Mauer der Boden massiv eingesunken – kurzum, mit ein bisserl ausjäten, wie Mutti sich das vorgestellt hat, ging da nichts.

Unter der Bedingung, dass sie mir nicht dreinredet und der Androhung, jedes Blumenstöckerl, dass sie extra setzt, sofort auszureißen und auf den Kompost zu werfen, habe ich mich bereit erklärt, den Streifen an der Mauer, der mir eh schon seit Jahren ein Dorn im Auge war, auf Vordermann zu bringen.

Mit der Spitzhacke habe ich die Sträucher samt Wurzeln entfernt, bleiben durften nur der Hibiskus, der Spindelstrauch an der Mauer und das Pampasgras Mit noch vorhanden Hohlziegeln wurde ein kleines Mäuerchen aufgezogen, mit ebenfalls noch vorhandem Kies der Raum zwischen Mauer und Beet aufgefüllt. Nachdem ich eimerweise Unkrautwurzeln ausgegraben hatte, reichte die vorhandene Erde gerade dafür, zwei Drittel des Beetes zu ebnen. Da noch Kies vorhanden war, habe ich kurzerhand noch ein Kiesbett angelegt, das am Ende mit einem klitzekleinen Beet endet, in dem grad noch eine große Funkie ihren Platz fand.

Im Beet wachsen nur Pflanzen, die vorhanden waren, neu gekauft haben wir die vier Kübelpflanzen auf dem Mäuerchen. Anfangs hat alles ein bisserl mickrig ausgesehen und das Mütterlein hat ganz verzweifelt geschaut, weil sie mir nicht geglaubt hat, dass sich die wenigen Pflanzen großartig entwickeln werden, weil sie nun Platz zum Wachsen haben. Nun ist sie aber auch zufrieden und hat sich bisher an ihr Versprechen gehalten, nicht jeden freien Zentimeter Erde gleich wieder voll zusetzen.

Es frühlingt

Sind auch die Nächte zeitweise noch recht kalt, lässt es sich nimmer verleugnen, dass der Frühling Einzug hält. Es war auch Zeit, dass dieser grausliche Winter endlich zu Ende ist. Seit nunmehr vier Wochen sind wir damit beschäftigt, Haus und Hof wieder auf Vordermann zu bringen. Ja, ihr habt richtig gelesen – wir – das Mütterlein und ich.

Irgendwann um die Weihnachtszeit hat Mutti beschlossen, doch nicht sterben zu wollen, erhob sich aus ihrer Bettstatt und kehrte zurück ins Leben.  Sie hat sich soweit erholt, dass sie das Mittag- und Abendessen wieder in der Küche einnimmt und am Vormittag und Nachmittag jeweils für eine halbe Stunde im Hof herumwerkelt. Langsam zwar, aber aber immerhin. Den Rest der Zeit blättert sie in Gartenzeitschriften oder schaut sich Gartensendungen im Fernsehen an und teilt mir dann mit, was sie wie im Garten gemacht oder geändert haben will und zwar gleich und auf der Stell und am besten schon gestern. Aber inzwischen habe ich meine Lektion gelernt und kann damit umgehen. Was sinnvoll ist, mache ich – und zwar in dem Tempo, das mir passt – alles Andere vertage ich bis sie entweder darauf vergisst oder wieder neue Ideen hat, mit denen ich genau so umgehe.

Das war erst der Anfang :-)

Auf diese Weise klappt es momentan recht gut mit uns – den länger werdenden Tagen, der Sonne und den Frühlingsblühern sei Dank!

Hornveilchen und Bellis

 

Vier Jahre

Heute sind es auf den Tag genau vier Jahre, dass es mich hierher verschlagen hat. Drei sollten es werden, dann wollte sich der andere Teil der Familie ums Mütterchen kümmern. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Egal, es ist, wie es ist. Mütterlein ist pumperlgesund und voll mit Plänen, die ich dann umsetzen darf. Blumen zum Beispiel. Mich wundert es immer wieder, was die alles aushalten, aber ich denk, die getrauen sich einfach nicht einzugehen – vor lauter Angst, dass Mütterlein sich aufregt und Blutdruck bekommt. Ja, genau so muss es wohl sein :-)

Und auch sonst ist hier alles wie immer. Die Damen vom Fremdenverkehrsverein haben wieder Unmengen von Sommerblühern gesetzt, in der Hoffnung, doch wenigsten EINEN Touristen nach GW locken zu können. Aber es kommt keiner – sowas aber auch.

Kleine Dorfbrücke

Teil des Dorfplatzes – sogar die Baumscheiben werden bepflanzt

Große Dorfbrücke

Ich denke mir halt, dass der ganze Aufwand für die Katz‘ ist, solange im Schnitt 20.000 Autos pro Tag durch den Ort donnern, es keinen vernünftigen Internetzugang und nicht einmal ein Kaffeehaus gibt. Aber mich fragt ja keiner.

Schönen Pfingstmontag und immer schön cool bleiben!