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Es frühlingt

Sind auch die Nächte zeitweise noch recht kalt, lässt es sich nimmer verleugnen, dass der Frühling Einzug hält. Es war auch Zeit, dass dieser grausliche Winter endlich zu Ende ist. Seit nunmehr vier Wochen sind wir damit beschäftigt, Haus und Hof wieder auf Vordermann zu bringen. Ja, ihr habt richtig gelesen – wir – das Mütterlein und ich.

Irgendwann um die Weihnachtszeit hat Mutti beschlossen, doch nicht sterben zu wollen, erhob sich aus ihrer Bettstatt und kehrte zurück ins Leben.  Sie hat sich soweit erholt, dass sie das Mittag- und Abendessen wieder in der Küche einnimmt und am Vormittag und Nachmittag jeweils für eine halbe Stunde im Hof herumwerkelt. Langsam zwar, aber aber immerhin. Den Rest der Zeit blättert sie in Gartenzeitschriften oder schaut sich Gartensendungen im Fernsehen an und teilt mir dann mit, was sie wie im Garten gemacht oder geändert haben will und zwar gleich und auf der Stell und am besten schon gestern. Aber inzwischen habe ich meine Lektion gelernt und kann damit umgehen. Was sinnvoll ist, mache ich – und zwar in dem Tempo, das mir passt – alles Andere vertage ich bis sie entweder darauf vergisst oder wieder neue Ideen hat, mit denen ich genau so umgehe.

Das war erst der Anfang :-)

Auf diese Weise klappt es momentan recht gut mit uns – den länger werdenden Tagen, der Sonne und den Frühlingsblühern sei Dank!

Hornveilchen und Bellis

 

Vier Jahre

Heute sind es auf den Tag genau vier Jahre, dass es mich hierher verschlagen hat. Drei sollten es werden, dann wollte sich der andere Teil der Familie ums Mütterchen kümmern. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Egal, es ist, wie es ist. Mütterlein ist pumperlgesund und voll mit Plänen, die ich dann umsetzen darf. Blumen zum Beispiel. Mich wundert es immer wieder, was die alles aushalten, aber ich denk, die getrauen sich einfach nicht einzugehen – vor lauter Angst, dass Mütterlein sich aufregt und Blutdruck bekommt. Ja, genau so muss es wohl sein :-)

Und auch sonst ist hier alles wie immer. Die Damen vom Fremdenverkehrsverein haben wieder Unmengen von Sommerblühern gesetzt, in der Hoffnung, doch wenigsten EINEN Touristen nach GW locken zu können. Aber es kommt keiner – sowas aber auch.

Kleine Dorfbrücke

Teil des Dorfplatzes – sogar die Baumscheiben werden bepflanzt

Große Dorfbrücke

Ich denke mir halt, dass der ganze Aufwand für die Katz‘ ist, solange im Schnitt 20.000 Autos pro Tag durch den Ort donnern, es keinen vernünftigen Internetzugang und nicht einmal ein Kaffeehaus gibt. Aber mich fragt ja keiner.

Schönen Pfingstmontag und immer schön cool bleiben!