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Topfgarten

Nun ist er endgültig Vergangenheit, der kleine Garten, den ich vor sieben Jahren angelegt hatte. Eigentlich war die Auflösung ja schon für das Vorjahr geplant, durch Mütterleins Erkrankung für mich aber nicht machbar. Nun war es aber so weit, ich könnte jedoch nicht sagen, was beschwerlicher war – das Anlegen oder das Plattmachen. Teilweise stand der Wildwuchs eineinhalb Meter hoch. Vor allem ein recht derbes Gras mit sagenhaft dicken, verflochtenen Wurzeln hat mir zu schaffen gemacht, aber irgendwann hat jede Schinderei ein Ende. Als dann alles Grobzeug entfernt war, tat sich ein Wunder der Natur auf, denn der ganze Garten war überwuchert mit Erdbeerpflanzen und massenhaft Oregano. Alles Andere hat den Unkrautwuchs nicht überlebt. Ja, doch – ein paar Irisstauden im kleinen Beet am Mäuerchen leben noch und auch die Artemisia. Die dürfen bleiben und auch die Erdbeeren, die sich auf das schmale Beet verirrt haben.  Zwei kleine Flächen habe ich dazwischen frei gemacht und heute ein paar Salatpflanzen gesetzt. Mehr Garten gibt es nimmer.

Aber es gibt jetzt einen kleinen Topfgarten im Hof, in dem hoffentlich meine Kräuter gedeihen werden.

Ein Teil meines Kräutergartens

Die kleine Zitronenmelisse und die Zitronenverbene, die am unteren Rand des Fotos zu erkennen ist, sind heute, zusammen mit einigen neu gekauften Topferdbeeren aus der Gartenbauschule, in ihr endgültiges Quartier gezogen. Das war auch höchste Zeit, denn

die haben bereits ordentlich Früchte angesetzt.

Endlich Herbst

Klar gönne ich allen Sommergenießern das heiße Wetter der vergangenen zwei Wochen. Ich für meinen Teil habe aber ganz und gar nichts dagegen, dass es jetzt endlich Herbst wird und die Temperaturen auf moderate Werte gesunken sind. Den Regen hat es hier bei uns dringend gebraucht, damit sich der Rasen vor dem Winter noch ein wenig erholen kann. Und auch das Ausjäten des Unkrautes ging heute leicht von der Hand. Es ist recht viel zu tun draußen, weil übers Jahr Vieles liegen geblieben ist. Die Blumenbeete im Hof sind total verwachsen und dass ich ewig lang im Friedhof nichts mehr gemacht habe, ist auch nicht zu übersehen. Hätte meine Kusine nicht hin und wieder Hand angelegt, stünde das Gras auf den Gräbern vermutlich meterhoch da. Aber am Montag mache ich mich an die Arbeit, damit die Schand‘ endlich aus der Welt ist.

Im Hof habe ich heute die riesige Kletterhortensie zurückgeschnitten und erst da habe ich gesehen, dass das Spalier drunter zerbrochen ist – total abgemorscht und nimmer zu richten. Da muss ein Fachmann her, der die Hortensie radikal zurück nimmt und neue Pflöcke einschlägt. Und die Schneebeere muss ganz weg, weil die von Jahr zu Jahr breiter wird und das kleine Beet total zuwächst.

Japanischer Blumenhartriegel

Japanischer Blumenhartriegel

Überrascht hat mich jedoch der Japanische Blumenhartriegel. Er hat heuer zum ersten Mal geblüht und trägt nun seine typischen roten Früchte. Schade, dass der Baum so knapp an der Gartenmauer steht, dass seine ganze Schönheit nicht wirklich zur Geltung kommt.

 

Kühl ist es wieder geworden

Nachdem wir nach Ostern schon richtigen Frühling hatten, hat es am Samstag ziemlich abgekühlt. Vor allem nachts sinkt die Temperatur gegen den Nullpunkt und ob ich will oder nicht, muss ich am Abend wieder heizen. Nötig war der Wetterumschwung aber doch, denn die Sonne und vor allem der tagelange heftige Wind haben die Erde vollkommen ausgetrocknet.

Als ich am Freitag mit den Hunden im Winkel unterwegs war, waren die Felder staubtrocken – die Hunde wirbelten beim Drüberlaufen richtige Staubwolken auf.

Trockene Erde

Der Regen in der Nacht war also mehr als nötig – es hätte ruhig ein bisserl mehr sein dürfen für mein Dafürhalten, aber besser als nichts war es doch.

Warum ich das erzähle, obwohl wir keine Landwirtschaft haben? Ganz einfach deshalb, weil ich jetzt endlich den Garten, den ich ja schon im letzten Jahr so gut wie nicht bearbeitet habe, einebnen kann. In der vergangenen Woche habe ich alle alten Kräuter ausgegraben und entsorgt. Einige Erdbeerpflanzen, die im Wildwuchs überlebt hatten, habe ich gerettet und auf die schmale Seitenrabatte gesetzt, in der Hoffnung, dass sie wachsen und gedeihen und uns im Sommer süße Früchtchen bescheren.

Wenn ich Glück habe, brauche ich morgen Früh nicht zusätzlich zu wässern, um die beim Ausgraben aus der trockenen Erde entstandenen Schollen kleinzukriegen. Vielleicht reicht es ja, die ganze Fläche mit dem Rechen glatt zu ziehen, dann brauche ich nur noch etwas Grassamen auszusäen und die Schande ist bald Geschichte.

Sieg der Vernunft

Für die Gartler unter euch vermutlich nicht nachvollziehbar, aber ich habe beschlossen, den Garten heuer nicht mehr zu bestellen. Zwei Jahre haben mir die Ameisen, Wühlmäuse, Schnecken und sonstiges Getier das Leben schwer gemacht und heuer mag ich nimmer herumbuckeln und Wasser schleppen für nichts und wieder nichts.

Für meine Kräuter finde ich auch andere Unterbringungsmöglichkeiten, die Paradeiser gedeihen hier sowieso nur in Kübeln und alles Andere lohnt sich nicht für zwei Personen, zumal eine der zwei Personen eh keine Freude an Gemüse hat.

Zwei Ampeln mit immertragenden Erdbeeren und ein Topf weiße Erdbeeren reichen zum Naschen, Heidelbeeren, Ribisel, Himbeeren und Stachelbeeren wachsen am Gartenzaun und mehr brauchen wir nicht. Einen Apfelbaum habe ich geschenkt bekommen, den Brüderlein demnächst setzen wird und eine Weinlaube soll auch entstehen – reicht doch und macht kaum Arbeit. Zumindest mir nicht, denn von Obstbau habe ich keine Ahnung *g*

Zwei Tage

wird die Magnolie brauchen, bis sie sich ihrer Blätter entledigt hat. Begonnen hat sie gestern damit und damit mir das Zusammenrechen der Blätter, die da in rauen Mengen fallen werden, leichter fällt, habe ich heute noch einmal gemäht. Das wunderbar warme Wetter der letzten zehn Tage hat nämlich das Gras wachsen lassen, wie den ganzen Sommer über nicht. Dick und fett steht es auf der Wiese – zwei Kühe hätten da für Tage genug zu futtern. Aber woher soll ich Kühe nehmen? Ich glaube im ganzen Dorf gibt es keine mehr. Zumindest keine mit vier Beinen.

Herbst-Abfälle

Zur Not täten es auch Schafe oder Ziegen, denn die Gartenarbeit scheint heuer überhaupt kein Ende zu nehmen. Wenn die Magnolie fertig hat, wird der rote Ahorn sich entblättern und anschließend die Zwetschke – Laub ohne Ende. Aber heuer weiß ich wenigstens wohin damit. Mütterlein ist damit einverstanden, dass der Grünschnitthaufen bis zum Frühjahr liegen bleibt und da drüber werde ich das Laub und die noch anfallenden Staudenreste aus dem Vorgarten verteilen, um den Igeln und Kröten, die wir heuer im Garten hinten hatten, eine warme Überwinterungsmöglichkeit zu bieten. Mutti meint zwar, dass sich da eher Mäuse und so Zeug einnisten werden, aber schau ma mal, dann sehn wir es schon. Zudem muss ich im Frühling den Haufen eh nicht selber wegräumen. Dafür habe ich schon einen jungen Mann mit Traktor und entsprechendem Gerät organisiert und so richtige knackige Bauernsöhne haben bestimmt keine Angst vor ein paar Mauserln – denk ich halt :-)