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Zum Jahreswechsel

wollte ich euch diese rote Frostrose, die am Neujahrstag noch blühte, schenken. Nun ist es halt, wie bei mir üblich, wieder ein bisserl später geworden, aber ich hoffe doch, dass ihr sie heute auch noch annehmt.

Auf ein gutes Neues, wenn auch verspätet :-)

Ich bin richtig froh, dass der Dezember vorrüber ist und Mutti wieder ohne Krücken gehen kann. Stur, wie sie halt manchmal ist, ist sie Anfang Dezember mit  ihren geliebten alten Pantoffeln herumgelaufen, anstatt vernünftiges Schuhwerk anzuziehen und hat sich dabei prompt den Fuß vertreten. Nun heilen Zerrungen in ihrem Alter aber nicht mehr so mirnixdirnix und es dauerte fast vier Wochen, bis sie wieder halbwegs mobil war. Bedüdeln rund um die Uhr war angesagt und Zeit für Anderes blieb so gut wie keine. Jetzt ist es aber ausgestanden und ich hoffe, dass mit dem neuen Jahr wieder etwas Normalität hier einzieht.

Neujahrgeiger

Auf dem Land ist es üblich, dass die örtlichen Musikkapellen in den letzten Tagen des Jahres von Haus zu Haus ziehen, ein oder zwei Stückln spielen, den Hausleuten mit mehr oder weniger sinnvollen Sprücherln ein gutes neues Jahr wünschen und dafür mit einer Spende für den Verein belohnt werden. Neujahrsgeiger heißen sie auch heute noch, obwohl kaum noch jemand mit einer Fidel unterwegs ist, sondern die Ständchen mit Blasinstrumenten dargeboten werden.

Ein Ständchen zum Neuen Jahr

In Zeiten wie diesen geht das alles ruckzuck über die Bühne. Es ist aber gar nicht so lange her, dass der Besuch der Neujahrsgeiger ein besonderes Ereignis gewesen ist. Bei jedem Haus gabs Schnapstee oder das ein oder andere Stamperl Doppeltgebrannten, Schmalzbrot und auch ein paar Stückerl von der Weihnachtsmehlspeis zum Drüberstreuen. Bis die Truppe dann im ganzen Gemeindegebiet alle Häuser abgeklappert hatte, hat das schon gedauert und der ein oder andere Musikant ist während dieser Zeit von einem gewissen Alkohollevel nicht heruntergekommen. Heutzutag gibts das ja kaum mehr, Schnaps ist pfui und zu viel essen sowieso – sogar auf dem Land. Einmal abgesehen davon, dass jetzt vor allem die Jungmusiker zum Einsatz kommen und deshalb Alkohol schon mal sowieso tabu ist.