Schlagwort Archiv: Preiselbeeren

Gänsebraten

Es gibt da so eine handvoll Gerichte, die einen Großteil der Bevölkerung in schieres Entzücken versetzen, bei mir aber grad ein Mal im Jahr auf den Teller kommen, dann langt es wieder für ein Weilchen.

Gänsebrust

Zu diesen Gerichten gehört eindeutig das gebratene Gansl. Das hat jetzt gar nichts damit zu tun, dass ein Gansl meinen Kindern und mir einmal den Heiligen Abend ganz gewaltig verhaut hat. (mehr …)

Apfel-Zimt-Waffeln

Kekse gab es bei uns noch nicht am ersten Adventssonntag, aber ganz auf winterlich Süßes haben wir dennoch nicht verzichten müssen. Geschmeckt haben sie auch, denn übrig geblieben ist kein Brösel von Apfel-Zimt-Waffeln mit Schlagobers und Preiselbeeren.

Waffeln

Apfel-Zimt-Waffeln

Du brauchst für den Teig

250 g Butter
200 g Zucker
4 große Eier
3 mittelgroße Äpfel
250 g Mehl
1 Kaffeelöfferl gemahlenen Zimt
2 gestrichene Kaffeelöfferl Backpulver

Für den krönenden Abschluss

500 ml Schlagobers
Preiselbeerkompott nach Lust und Laune

Zubereitung

Butter auf kleiner Flamme schmelzen und etwas überkühlen lassen. Äpfel schälen, zuerst in schmale Spalten und dann in kleine Würfel schneiden. Eier und Zucker dickschaumig schlagen. Die lauwarme Butter nach und nach unterrühren. (Masse wird wieder etwas dünnflüssiger). Mehl mit Zimt und Backpulver mischen und über die Butter-Ei-Masse sieben. Gut unterrühren und zum Schluss die Apfelwürferl unterheben.

Waffeleisen vorheizen, Ober- und Unterteil leicht einölen. Wieviel von dem Teig ihr für eine Füllung braucht, müsst ihr der Bedienungsanleitung eures Modells entnehmen. Bei Waffeln wird bei uns nicht gekleckert, sondern geklotz – sprich – ich verwende ein Eisen für große, dicke Waffeln und brauche da pro Stück 2 Eßlöffel Teig. Die Waffeln sind fertig, wenn sie sich gut aus dem Eisen lösen lassen.

Die Waffeln werden bei uns noch lauwarm mit Schlagobers und Preiselbeerkompott gegessen, sie schmecken aber auch nur mit Zucker bestreut oder kalt und ohne Topping ausgezeichnet. Print This Post

Scheiterhaufen

Scheiterhaufen oder nicht Scheiterhaufen, das ist die Frage, die in dieser Geschichte gestellt wird. „Die Hexen täten sich bedanken, wenn sie auf so einem Haufen verbrannt worden wären“, sprach die Mutter. „Ein Scheiterhaufen wird mit dünn aufgeschnitten Semmeln gemacht und außerdem müssen die Schichten viel dünner sein, damit mehr Schichten Platz in der Form haben. So, wie du das machst, wird das nichts, mein liebes Kind!“

Gebutterte Form mit Osterbrotscheiben und Preiselbeeren

„Wir werden es sehen“, sprach das Kind, „außerdem muss es auch beim Kochen so etwas wie künstlerische Freiheit geben!“ „Wie immer bist du der leibhaftige Widerspruch, aber egal, ICH esse ja, was auf den Tisch kommt, aber dein Bruder wird sich schön bedanken, wenn er diesen, diesen, diesen Sterz aufgetischt bekommt!“ konterte die Mutter empört. Das Kind, frech wie immer, antwortete, dass der Herr Bruder ja zu Hause essen könne, wenn ihm etwas nicht passe, und ließ sich nicht beirren.

dicke Apfelschicht, brauner Zucker und Zimt, Eiermilch

Mit stoischer Ruhe deckte es die Äpfel mit den restlichen Scheiben des süßen Brotes ab und tröpfelte liebevoll die Eiermilch darüber, bis alle Flüssigkeit verbraucht und in den Tiefen der Auflaufform verschwunden war.

noch etwas Zimt und Butterflöckchen darauf

Während der Scheiterhaufen oder auch Nicht-Scheiterhaufen für etwa 45 Minuten ins heiße Rohr wanderte, panschte das Kind noch schnell einen Topf Vanillesoße – mit echter Vanille selbstredend – und deckte den Tisch.
Vom fertigen Dingsbums kann euch das Kind allerdings kein Foto zeigen. Nicht nur, dass es herrlich geduftet hatte, als es aus dem Ofen kam, hat es auch noch hervorragend geschmeckt. Das Kind getraut es sich beinahe nicht zu gestehen, aber Mutter, Kind und Bruder des Kindes haben ratzeputz aufgegessen, was locker für sechs gute Esser gereicht hätte.

Das Kind und der Bruder des Kindes haben anschließend versucht, bei Gartenarbeit die massive Kalorienzufuhr etwas auszugleichen, die Mutter ruhte auf der Couch – mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht.

Zutaten: 300 g süßes Brot, 6-7 Esslöffel Preiselbeeren aus dem Glas, 7 mittelgroße Äpfel (geschält, entkernt, geschnippselt), 6 Eier (versprudelt) und mit Milch auf gut 1/2 Liter aufgefüllt, brauner Zucker und Zimt nach Lust und Laune, Butter für die Form, Butterflöckchen für obendrauf. Backen im vorgeheizten Rohr bei 150° Heißluft. Print This Post