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Rhabarberkuchen mit Nussbaiser

Der musste heute einfach sein bevor die Saison zu Ende ist. Außerdem weiß man in Zeiten wie diesen ja nimmer, ob man nächstes Jahr noch darf. Kuchen essen, mein ich. Das Zeugs ist doch ungesund bis zum geht nimmer und macht schrecklich dick. Dazu kommt, dass Rhabarber ein Gemüse ist und subversiv wie Obst eingesetzt wird – das ist ja doch schon ziemlich verdächtig! Zudem enthält er Oxalsäure, die als Kalziumräuber dem Zahnschmelz zusetzen kann, wodurch er von sich aus schon mal ein enormes Gesundheitsrisiko darstellt, das wiederum dem Gesundheitswesen finanzielle Zusatzbelastungen bescheren könnte. Also nix wie ran an den Handmixer, bevor es zu spät ist.

Rhabarberkuchen mit Nuss-Baiser

Du brauchst 150 g weiche Butter, 130 g Zucker, 5 Eier, 1 Vanillezucker, 150 g glattes Mehl, 75 g Speisestärke, 2 gestrichene TL Backpulver, 600 g Rhabarber (geschält und in etwa 4 cm große Stücke geschnitten), 150 g Zucker, 1 EL Zitronensaft und 50 g geriebene Mandeln oder Nüsse.

Butter und Zucker schaumig rühren und nach und nach 3 Dotter und 2 ganze Eier unterrühren. Drei Eiklar für die Baisermasse beiseite stellen. Mehl, Speisestärke und Backpulver miteinander versieben und unter die Butter-Eimasse rühren. Teig in eine gefettete Form von etwa 26 cm Durchmesser füllen, mit den Rhabarberstücken belegen und ins auf 180° vorgeheizte Backrohr schieben. Backzeit 25 Minuten.

In der Zwischenzeit die drei Eiklar cremig aufschlagen und nach und nach den Zucker einrieseln lassen bis eine schnittfeste Masse entstanden ist. Die geriebenen Mandeln unterheben. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, die Baisermasse darüberstreichen und noch einmal 15 Minuten backen. Anschließend die Baisermasse mit einem Messer vom Formrand lösen und den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Guten Appetit allseits! Print This Post

Tarte Tatin und Mascarpone- Rhabarber-Eis

In den letzten Tagen habe ich kaum die Möglichkeit gehabt, Liebmütterlein zu verwöhnen. Viel Arbeit gabt es draußen, zudem war Mütterlein wieder einmal nach Möbelrücken, was natürlich auch einen kleinen Sprung ins Möbelhaus zur Folge hatte und ein paar Totengedenktage mussten auch zelebriert werden. Aber nun ist das Gras gemäht, die Möbel stehen wieder genau so, wie sie vor der Umräumaktion gestanden sind, auf den Gräbern stehen Rosen- und Hortensientöpfe und Kerzen brennen, als ob Weihnachten wäre. Mütterlein war zufrieden. Und hungrig, weil nie etwas Gscheites auf den Tisch gekommen ist. Ham and Eggs oder Schinkenrahm-Spätzle sind schließlich kein Essen und nicht einmal große Schüsseln mit knackigem Salat dazu ändern da etwas daran.

Höchste Zeit also, wieder einmal „wirklich“ zu kochen, bevor Mütterlein vom Fleisch fällt. Wiener Schnitzel mit Reis und grünem Salat wurde gewünscht, irgendwas mit Äpfeln zum Kaffee und zum Drüberstreuen ein großes Eis. Na, wenn es sonst nichts ist – das machen wir doch glatt, die Luise und ich. Den ersten Rhabarber habe ich ja schon am Wochenende geerntet, gleich zu Mus verkocht und eingefroren. Und die allerletzten Lager-Äpfel mussten auch weg, also war klar, was gemacht werden wird.

Den Mürbteig (1-2-3)  für die Tarte Tatin hat die Luise am Vormittag geknetet und nach Mütterleins Mittagsschläfchen auch in kürzester Zeit das Rhabarbereis gerührt. Ich brauchte nur die Schnitzel zu backen und den Karamell für die Tarte vorzubereiten. Den habe ich in einer Riess-Email Pfanne gemacht, mit Butter abgeschwenkt und sofort die geviertelten, etwas vorgedünsteten Äpfel drübergelegt und zugedeckt. Am Nachmittag musste ich nur noch den Mürbteig ausrollen und auflegen. Pünktlich zum Nachmittagskaffee konnte ich die Tarte aus dem Ofen nehmen. Ich war überrascht, wie gut sich eine Tarte Tatin auch in einer nicht gusseisernen Pfanne zubereiten lässt. Irgendwie schade, denn nun habe ich keine Argumente dafür, mir doch eines Tages dieses Prachtstück von Le Creuset zulegen zu müssen *g*

Tarte Tatin

Tarte Tatin aus einer Riess-Pfanne

Mit der Eismacherei komme ich auch langsam klar. Im Prinzip ist es egal, was man zusammenmischt – Eis wird aus allem. Für das Rhabarbereis habe ich 750 g geschälten, kleingeschnittenen Rhabarber mit ein klein wenig Zucker zu Mus gekocht, dann mit dem Mixstab püriert und tiefgefroren. Nach dem Auftauen wurde dieses Mus mit 500 g cremig aufgeschlagenen Mascarpone, 1 EL Traubenzucker, 2 EL Zucker und etwas Flüssigsüßstoff verrührt und in die geeiste Eismaschine gefüllt. Bisher war das Eis nach 18 Minuten gebrauchsfertig ohne dass die Luise einen Klick von sich gegeben hat. Diesmal war ich sehr erstaunt, dass sie bereits nach 15 Minuten zu klicken begann. Laut Bedienungsanleitung heißt das Klicken, dass das Eis fertig ist. War es auch – zu fertig meiner Meinung nach, denn es war wirklich fest gefroren und nicht noch soft, wie ich es lieber habe. Also habe ich wieder etwas gelernt – aufpassen und nicht Minutenzählen, dann klappt es auch mit Softeis.

Warmer Kuchen und eiskaltes Rhabarber-Eis

Rhabarbereis mache ich ganz bestimmt demnächst wieder, denn es schmeckt wider Erwarten wirklich fruchtig frisch. Allerdings werde ich statt Mascarpone Milch und Schlagobers zu gleichen Teilen nehmen, denn mir war auch diese Version ohne Eier fast noch ein wenig zuuuu mollig und ich bin mir sicher, dass dem Rhabarber ein wenig mehr Spritzigkeit gut zu Gesicht stehen wird. Print This Post

Rhabarber-Streuselkuchen

Nachdem auf den Märkten bereits einheimischer Rhabarber erhältlich ist und meine Tochter dieses Gemüse leidenschaftlich liebt, habe ich natürlich gleich einen Kuchen für sie gebacken.

Rhabarber Streuselkuchen

Du brauchst für eine Springform von 24 cm Durchmesser:

Für die Füllung:

1 kg frischen Rhabarber
1-2 EL Zucker
2 EL Wasser

Für den Streusel

400 g Mehl
½ Packerl Backpulver
200 g Zucker
200 g Butter
1 Ei
1 Vanillezucker
1 EL Zitronensaft

Zum Bestreuen:

2-3 EL fertigen Haselnusskrokant

Vor dem Servieren:

eventuell Staubzucker

Und so wird ein Rhabarber-Streuselkuchen daraus:

Rhabarber waschen, schälen, in 3-4 lange Stücke schneiden, mit dem Zucker und dem Wasser kurz überdünsten. Aufpassen, dass die Stückchen nicht zu weich werden! Erkalten lassen.

Backofen auf etwa 180° vorheizen.

Aus den Streuselzutaten Streusel bröseln. Zwei Drittel der Streusel in eine mit Backtrennpapier ausgelegte Springform drücken, den erkalteten, abgetropften Rhabarber darüber verteilen. Die restlichen Streusel über der Fülle verteilen, aber nicht festdrücken. Haselnusskrokant drüberstreuen und in 30-40 Minuten goldgelb backen. In der Form erkalten lassen. Vor dem Servieren eventuell mit Staubzucker bestreuen. Print This Post