ZARTGRAU

Aufgetischt

Heute Ruhetag

Gezwungener Maßen, weil es geregnet hat. Macht aber nichts, denn der Regen war mehr als notwendig. Und mir hat das Nichtstun auch nicht geschadet. So hatte ich mal Zeit für ein Kaffee-Tratscherl mit meiner Kusine und ein Nachmittagsschläfchen mit den Hundis.

Tja, und in Ruhe gekocht habe ich auch wieder einmal. Nachdem das Mütterlein nun bereit ist, außer Kraut auch anderes Gemüse zu essen, gab es heute Fenchelgemüse, neue Kartoffeln mit Petersilie und knusprig gebratene Hendlkeulen.

Fenchelgemüse – Grundzutaten

Fixe Zutaten für das Fenchelgemüse sind bei mir immer Zwiebeln, Knoblauch, fein gehackter Ingwer, Fenchelknollen, Champignons und Tomaten. Dazu kommen dann, je nach Vorrat und Gusto, Zucchini, Erbsen, Kohlrabi oder auch Paprikaschoten. Die Menge der einzelnen Zutaten ist variabel – nach Lust und Laune oder Vorhandensein. Würzen mit Salz, Pfeffer, Chili und mit allem, wonach einem der Sinn steht. Nicht gerade modern, aber am besten schmeckt das Gemüse, wenn man es schön langsam chutney-artig weichkocht. Guten Appetit, falls es es jemand nachkochen möchte.

Käse-Speck-Waffeln

Ja, er kann auch herzhaft, mein dicker Brummer! Sehr gut sogar. Nach DEM Frühstück heute Morgen, brauche ich kein Mittagessen mehr, so pappsatt wie ich bin.

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Du brauchst für 4 – 6 Personen:

130 g zerlassene Butter
3 große Eier,
400 g Griechischen Joghurt
100 ml Milch
300 g glattes Mehl
1 Packerl Weinsteinbackpulver
Salz, Pfeffer
(das ist mein Grundrezept für pikante Waffeln)

200 g geriebenen Käse
150 g Speck kleinwürfelig geschnitten

Die zerlassene Butter mit den Eiern kurz schaumig rühren, Mehl mit Backpulver und den Gewürzen vermengen und zusammen mit dem Joghurt und der Milch unter die Eimasse rühren. Speck und Käse unterziehen, den Waffelteig eine halbe Stunde quellen lassen.

Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder Fernsehsnack - wie es beliebt

Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder Fernseh-Snack – wie es beliebt :-)

Waffeleisen vorheizen, bei Bedarf etwas fetten und die Waffeln knusprig braun backen. Dazu gibt es als Dip Sauerrahm mit frischen Kräutern und Gemüse.

Das Rezept kann man natürlich unbegrenzt abwandeln, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.Print This Post

Lass dir bloß nichts abgehen

solange ich nicht daheim bin, hat Mutti gesagt. Ich solle mir Schnitzel, Schweinsbraten und Backhendl machen, genau so, als wäre sie nicht weg, hat sie mir aufgetragen. Verhungern würde ich schon nicht, habe ich versprochen, und das essen worauf ich Lust hätte. Mütterlein war zufrieden und ich bin nach dem Besuch bei ihr in den Supermarkt gefahren und habe eingekauft. Sauerkraut und ein Stück mageres Schweinefleisch für ein Krautfleisch, Käsekrainer, Weißwürste, Powideltascherl und Mohnnudeln – alles Dinge, die Mutti niemals freiwillig essen würde. OK, das Krautfleisch würde sie essen, wenn Bauchfleisch dabei wäre :-)

Als erstes habe ich heute die Powideltascherl gemacht, obwohl mir Fertiggericht normalerweise nicht auf den Tisch kommen. Und siehe da, sie haben mir geschmeckt – vermutlich aber eh nur deshalb, weil ich sie seit ewigen Zeiten nimmer gegessen habe :-)

Gespannt bin ich schon darauf, was Mutti morgen übers Essen erzählen wird. Sie kommt mit der Krankenhauskost überhaupt nicht zurecht und hat der Schwester heute aufgetragen, ihr morgen keine Karotten mehr anzurichten, das übrige Gemüse weicher zu kochen und eine Scheibe Fleisch mehr auf den Teller zu legen, sonst würde sie nichts essen, außer den Nachtisch. Aber die Schwester hätte nicht darauf reagiert. No na :-)

Krautfleckerl

Wann, wenn nicht jetzt, denn Krautfleckerl sind für mich ein richtiges Winteressen.

Bei vielen Gerichten probiere ich herum und passe sie an, aber die Krautfleckerl mache ich immer so, wie sie meine Tante Nani gemacht hat. Einziges Zugeständnis an die heutige Zeit ist, dass ich Öl statt Schweineschmalz verwende, weil Mutti das besser verträgt.

Ich nehme

1 kleinen, festen Krautkopf
etwas Öl
1 mittelgroße Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1 EL Zucker
Salz, Kümmel und Pfeffer

2 Handvoll Fleckerl, in reichlich Salzwasser bissfest gekocht und abgegossen.

Den Krautkopf achteln und die Teile in knapp 1 cm breite Streifen schneiden, Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch kurz anrösten, ohne dass sie Farbe nehmen. Den Zucker drüberstreuen und bei mittlerer Hitze goldbraun karamelisieren lassen. Das geschnittene Kraut dazu geben, Salz und Kümmel zufügen.  Nun fängt die richtige Arbeit an, denn das Kraut muss fleißig gerührt werden bis es weich ist – das kann schon eine gute halbe Stunde dauern. Eine Zugabe von Suppe oder Wasser ist zumeist nicht nötig, da das Kraut genügend Flüssigkeit lässt.

Ist das Kraut weich genug, vermischt man es mit den gekochten Fleckerln und lässt es noch zehn Minuten durchziehen. Bei Bedarf nachsalzen und abschließend mit reichlich Pfeffer würzen.

 

Heckenklescher-Essig

Unter Heckenklescher versteht man hierzulande einen sauren, minderwertigen Wein wie zum Beispiel die Direktträgerweine Schilcher und Uhudler. Eigentlich sollte das aber längst überholt sein, denn sowohl Schilcher als auch Uhudler haben sich zu exzellenten Weinen gemausert, weshalb der Begriff Heckenklescher von Kennern dieser Weine eher als liebevolles Kosewort verwendet wird.

Einfach nur gut

Einfach nur gut

Nun ist es ja so, dass das, was als Wein schmeckt, auch einen prima Essig abgeben kann. Zumindest wenn man weiß, wie man guten Essig macht. Familie Maurer weiß das und deshalb kann man nun neben dem Kernöl auch Essig aus der Isabellatraube ab Hof kaufen.

Den möchte ich nicht mehr missen

Den möchte ich nicht mehr missen

Die erste Flasche habe ich im Frühjahr geschenkt bekommen, weitere wurden erstanden, denn ich war sofort von der fruchtigen Milde dieses Essigs überzeugt. Seit damals ist der Heckenklescher-Essig, neben dem Apfelessig mit Honig aus Stubenberg fixer Bestandteil meiner Küche. Einige Flaschen haben auch schon den Weg nach Wien gefunden und es werden bestimmt noch einige mehr werden. Sicherheitshalber werde ich mir einen kleinen Vorrat davon anlegen, denn man weiß ja nie was kommt – und was man hat, hat man *g*

Info: Dies ist eine kostenlose Nicht-Werbeeinschaltung von zartgrau – über Gutes muss man einfach berichten :-)

Marillenknödel

Marillen, duftend und süß, waren der Ausgangspunkt für gar köstliche Knödel. Zur Abwechslung einmal mit einer Hülle aus Topfenteig, anstatt des sonst üblichen Erdäpfelteiges. Wobei das mit dem Topfenteig auch nicht wirklich stimmt, denn ich hatte noch eine Dose Ricotta aufzubrauchen und darum sollte man eher von einem Ricottateig sprechen. Egal, die Knödel haben geschmeckt und nur darauf kommt es an.

Marillenknödel

Marillenknödel

Für den Teig habe ich 250 g Ricotta, 150 g Dinkelmehl Type 700, etwas Salz und ein kleines Ei verknetet. Es entstand ein relativ weicher Teig, der sich trotzdem gut verarbeiten ließ. Die Menge ergab 8 Knödel, die ich nach dem Kochen in einer Mischung aus gerösteten Semmelbrösel, versetzt mit einem Rest gemahlener Mandeln, geschwenkt habe. Verwendet man sehr große Marillen reicht die Teigmenge für 5 Stück. Print This Post