Vierbeiner

Yorkiebraten

Seit vier Wochen macht sie das schon und ich wundere mich seither täglich darüber, dass sie noch nicht durch ist.

Wärme tut gut :-)

Ok, da unten am Sockel des Ofens ist es nicht extrem heiß – würde wohl kochtechnisch in die Rubrik Niedertemperaturgaren fallen – aber nach ein paar Stunden müsste die Kerntemperatur von 55° doch erreicht sein. Ob ich ihr mal das Bratenthermometer in den Popo schiebe???

Es kommt halt manchmal anders

als man denkt. Eigentlich sollte ich mich schon seit gestern Vormittag HIER herumtreiben, in einem netten Blockhaus viel schlafen, mit den Hunden spazieren gehen, die Familie treffen, mit Hanna schmusen, gut essen etc. etc. Und wo bin ich? Stimmt! – ich bin noch immer zuhause. Das voll bepackte Auto ist wieder teilweise ausgeräumt und die Hunde und ich sind dabei ein bisserl zu entspannen nach der ganzen Aufregung gestern Früh.

Ich wollte am Morgen grad noch das Hundebett im Auto verstauen, als ich sah, dass Feli drinnen lag und blutete. Meine Tierärztin herausläuten, Katze einpacken und ein bisserl zu schnell durchs Dorf fahren war Gebot der Stunde. Diagnose: Von einem Auto angefahren, lädiertes Becken, Blutungen aus Scheide und Anus. Wird aber alles wieder, schlimmsten Falls muss nach Genesung der Schwanz amputiert werden. Drei Injektionen später waren wir wieder zuhause, Medikamente für die nächsten Tage habe ich mitbekommen sowie die Anweisung, für absolute Schonung zu sorgen.

Was sein muss, muss sein

Was sein muss, muss sein

Bis zum späten Abend hat das mit der absoluten Schonung auch gut funktioniert. Futter und Wasser, in kleinen Schüsserln in die Box gestellt, wurden zwar ignoriert, aber die Katz machte einen relativ frischen Eindruck und sie wollte unbedingt aus der Box. Lautes Miauen, Kratzen und Reißen am Gitter – Schonung schaut anders aus. Was tun? Also habe ich die Box aufgemacht, die Katz spazierte schnurstracks zur allgemein zugänglichen Wasserschüssel und besoff sich mal ordentlich. Dann der gleiche Zirkus an der Haustür. Tür auf, Katz spazierte hinaus, drehte eine Runde im Hof, erledigte ihre Geschäfte, kam wieder herein – und versuchte auf den Kratzbaum zu klettern. Das konnte ich auf keinen Fall gelten lassen und deshalb habe ich sie hinaufgehoben, sie stieg in ihre geliebte Weinkiste mit Holzwolle auf der Fensterbank und legte sich zum Schlafen nieder.

Aus Kratzbaum und meinem Fernsehsessel habe ich inzwischen eine bequeme und ungefährliche Ab- und Aufstiegmöglichkeit geschaffen, denn soviel habe ich wieder gelernt: Eine Katze kann man zu nichts zwingen und ich setze jetzt mal voraus, dass sie nichts tun wird, was ihr Schmerzen bereitet.

Heute werde ich sie noch versorgen, am Samstag Früh werde ich sie Muttis Pflegerin anvertrauen und dann mit den Hunden zu einem verkürzten Kurzurlaub aufbrechen. Ich freue mich schon darauf und auch darüber, dass Feli noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist.

Ausgeflogen

Heute haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind ausgeflogen, die Paula, der Simon und ich. Paula musste nämlich ganz dringend zu ihrer Friseurin. Sie war mehr als überfällig, aber es ging nun mal nicht anders. Ich weiß, vor einem Jahr habe ich einmal gesagt, dass ich meine Hunde niemals mehr einer Hundefriseurin überlassen würde, aber damals kannte ich Szilvia noch nicht. Seit gut einem halben Jahr kenne ich sie aber und weiß, dass ich ihr Paula anvertrauen kann und dass ich einen süßen Yorkie zurückbekomme und kein Krokodil mit Schnauzbart. (mehr …)

Neun Stunden am Stück

habe ich heute Nacht geschlafen, tief und fest. Das war auch dringend nötig nach den Aufregungen der vergangenen Tage. Mutti liegt mit massiven Herzproblemen im Krankenhaus, seit gestern aber schon wieder auf der Station und nimmer auf Intensiv. Sie hängt zwar noch am Tropf, aber es geht ihr den Umständen entsprechend gut, denn sie meckert schon wieder herum. Als wir sie gestern am frühen Nachmittag besucht haben, hat sie gleich geschimpft, weil wir nicht schon in der Früh gekommen sind – Besuchszeiten hin und her. Das Essen passt ihr auch nicht, zu viel Gemüse und kleine Portionen, Reduktionskost, hat sie behauptet. Stimmt aber nicht, denn sowohl die beiden Mitpatientinnen, als auch die gerade anwesende Schwester versicherten uns, dass die Portionen mehr als reichlich sind und auch ausgesprochen gut schmecken. Ich habs nicht probiert, aber die Sacherschnitte mit Schlagobers, die noch auf ihrem Tischen stand, war frisch und saftig und hat verlockend ausgesehen. Aber so ist es halt, das Mütterchen :-)

Heute Nachmittag werde ich wieder zu ihr fahren und kann dann auch mit dem behandelten Arzt sprechen, wie es mit ihr weiter gehen wird. Sie war bei der Aufnahme bradykard bis zum Anschlag und hatte grad noch 38 Puls – warum, weshalb, weiß ich noch nicht. Schau ma mal, was der Nachmittag bringt…

Ich nutze jetzt die Zeit, um Mütterleins Häuschen auf Vordermann zu bringen, die Waschmaschine läuft quasi rund um die Uhr, ein Teil der Teppiche hängt zum Auslüften schon im Hof – ich mache jetzt alles, was ich in letzter Zeit nicht tun durfte, weil es Mutti nicht in den Kram passte. Fad wird mir nicht, bis sie wieder nach Hause darf, aber ich kann alles ohne Kommentare ihrerseits erledigen.

Der halbe Tag ist aber für mich reserviert. Da tu ich, was ich möchte, ganz ohne schlechtes Gewissen. Wissend, dass Mutti in guten Händen ist

genieße ich, wie die Prinzessin, ein bisserl Freiheit :-)

Allerdings klettere ich nicht auf Bäumen herum, sondern gehe mit den Hunden spazieren und bastle in Ruhe am Blog. Wundert euch also nicht, wenn es hier ein wenig chaotisch zugehen sollte in den nächsten Tagen :-)

Erster Freigang

Der große Tag ist gekommen – nach 3 Jahren als Wohnungskatze erlebte die Prinzessin ihren ersten Freigang. Wie erwartet, war ich mehr als nervös, weil ich nicht wusste, wie sie reagiert, wenn ihr die große, weite Welt offensteht. Nach den ersten vorsichtigen Schritten war sie aber schon voll begeistert von den neuen Möglichkeiten, die sich boten.

Knapp zwei Stunden war sie in Haus und Hof unterwegs, hat alles von Keller bis Dachboden und Mütterleins Häuschen inspiziert und den Simon zu einer wilden Verfolgungjagd animiert. Und jetzt schläft sie, nachdem sie ihre Tagesration an Luxusfutter verdrückt hat – Freigang macht eben hungrig und müde.