ZARTGRAU

Ärgerlich,

wenn die Datenautobahn wochenlang zum beinahe unpassierbaren Waldweg wird. Doppelt ärgerlich, wenn zuvor die Tarife angehoben werden. Wie es aussieht, kommt aber wieder langsam Schwung in die Sache. Zumindest so viel Saft, wenigstens einen Beitrag ohne Bild hochzuladen, habe ich momentan und auch wieder Zugang zum Netz übers Handy. Kann nur besser werden.

Alles klar bei euch? Wenn es weiterhin klappt, mache ich heute Abend eine ausgedehnte Blogrunde und schau mal, was es so Neues gibt auf der Welt :-)

Dolce far niente

Ich gestehe – ich entwickle mich zum faulen Luder. Schlafen, lesen, fernschaun und, so das Wetter mitspielt, mit Paula spazieren gehen sind in etwa die Dinge, die ich zur Zeit am liebsten mache. Die Hausarbeit übersehe ich geflissentlich. Zumindest so lange bis ich mich vor mir selber schäme und das Nötigste erledige. Im Korb stapelt sich die Bügelwäsche schon zu beängstigender Höhe und die Ausrede, kein destilliertes Wasser für das Bügeleisen mehr im Haus zu haben, kann ich höchstens noch ein paar Stunden aufrecht erhalten. Denn dann muss ich den Fabsi wieder aus der Werkstätte holen – ausgerüstet mit neuer Batterie (die alte hat am Montag ihren Geist aufgegeben) und neuem Auspuff.

Aber ich koche jeden Tag irgendwas. 08/15-Wunschküche fürs Mütterlein und

gekochte Hühnerbrust, rohes Rindfleisch, Reis und etwas Distelöl

für Klein-Paula. Wenn die ihre Futterschüssel sieht, wird sie zum Gummiball und führt sich auf, als ob sie tagelang nichts zu Fressen bekommen hätte. Mit Trockenfutter oder Nassfutter aus Dosen oder Beutel kann ich mich mittlerweile brausen gehen. Nur zum Frühstück nimmt sie Fastfood und zwar zwei Hundekekse einer bestimmten Marke, alles Andere wird verweigert oder draußen verscharrt. Aber ok, soll sie, sie muss momentan eh viel lernen. Besucher freundlich behandeln zum Beispiel. Ein hartes Stück Arbeit für uns beide, aber ich glaube jetzt den Schalter dafür gefunden zu haben. Überschwänglich freudig begrüßt wird noch niemand, aber das Verbellen und Anknurren hat sie eingestellt. Ich freue mich für sie, dass sie es schafft, ihre Ängste langsam aber sicher abzulegen.

Glatteis auf der Datenautobahn

Nicht nur, dass meine SAT-Schüssel immer noch vereist ist und nicht tut, was sie tun soll, trödelt jetzt auch das Internet herum – oder ist vorsichtig, damit es nicht ins Schleudern kommt, bei dem Wetter. Es reicht. Ich rufe den S.P. an. Wie er es macht, ist mir egal, aber jetzt ist meine Geduld mit den Wetterkapriolen erschöpft. Das Eis muss runter von der Schüssel und wenn es sein muss, trage ich sogar die lange Leiter vom Dachboden und klopf die Blumenkisten, die an der Hausmauer im Eis stehen, los, damit man die Leiter auch aufstellen kann.

Ich sag euch was! Landleben ist nicht wirklich etwas für mich. Zumindest dann nicht, wenn ich mich mit solchen Sachen wie momentan, herumärgern muss. Mütterlein gefragt, warum sie die Häuschen nicht schon vor Jahren verkauft und sich eine nette, gemütliche Wohnung genommen hat. Entrüstete Antwort: „Bist deppert, was tät ich denn den ganze Tag, wenn ich mich um nichts kümmern müsste“. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, gell….