ZARTGRAU

Schlagwort Archiv: Vierbeiner

Neues Körbchen

Ein neues Körbchen musste her. Dringend. Paula ist nach dem Auspacken zuhause ganz schnell darin probegelegen. Huch, ein bisserl groß für die Kleine, werdet ihr sagen.

Probeliegen

Stimmt auch, da haben viele Paulas drinnen Platz.

Aber nur EIN Simon

Unser Riesenbaby

Unser Neuzugang ist ein sechs Monate altes Riesenbaby der Rasse Lastrami hungariensis, total verschmust und super brav.

Aber das Wichtigste ist, dass Mütterlein ihn über alles liebt. Als ich ihr am Freitag mitteilte, dass ich am Samstag nach Ungarn fahre einen jungen Hund holen, der den Sommer bei uns als Gasthund verbringen wird, war sie aus dem Stand von Null auf 150, hat mich beschimpft und angedrohnt, dass sie das „Viech daschlagt“ wenn es an ihre Blumen geht oder sonst Schaden anrichtet. „Mia hobn eh an Hund und mehr brauch ma net. No a Viech im Haus und i krieg dann nix zum essen, weilst ka Zeit mehr für mi host.“ Kein Problem, habe ich gemeint, „der Wirt stellt eh zu und dann bekommst jeden Tag ein Menü nach deinen Wünschen.“ Und dann war Funkstille zwischen uns beiden.

Bis Samstag Abend. Ich habe das Riesenbaby zu ihr in die Küche gebracht, den Rest hat der Hund erledigt. Er geht zu ihr, legt ihr die Pfoten auf den Schoß und hält ihr den Kopf zum Streicheln hin und da ist es passiert. Mütterlein fast zu Tränen gerührt, streichelt den Hund und sagt: „Mei, bist duuuu ein liabes Simmerl!“ Und zu mir: „Kannst glei beim Tierschutz anrufen – den geb ma sicher nimmer her!“

Zu eurer Info: Es war nie von mir angedacht, den Hund nur in Pflege zu nehmen – ich habe einfach darauf spekuliert, dass sie sich nach drei Monaten an den Neuen gewöhnt haben würde. Hat gar nicht so lange gedauert, grad mal zwei Minuten*g* Zugeständnis meinerseits: Der Hund muss Simmerl, also Simon heißen, weil sie, als sie klein war, auch so einen semmelgelben Hund gehabt hat und der wurde eben Simmerl gerufen. Soll sein, mit Simon kann ich leben und Mütterlein ist glücklich.

So, jetzt wisst ihr, warum die Paula in einem viel zu großen Korb liegt.

Simon auf dem Notlager

Dass momentan bei mir nicht akkurat das Bett gemacht und aufgeräumt ist, verzeiht ihr mir hoffentlich – ich muss mit den Hundis spielen *g*

Jeden Tag Regen

Man kann beinahe die Uhr danach stellen. Jeden Tag zwischen 15 und 16 Uhr ziehen dunkle Wolken auf und dann gewittert es und es kühlt ab. Und nun soll es am Wochenende auch noch richtig kalt werden. Trotzdem haben wir heute einmal eine Ladung Sommerblumen geholt. Die Gräber müssen gerichtet werden und auch im Hof und Vorgarten möchte Mütterlein schon den Sommer ausbrechen lassen. Zeit wäre es ja eh dafür, aber das Wetter spielt nicht wirklich mit.

Und deshalb kommt es zur irgendwie komischen Konstellation von Holzkorb, Ascheeimer und Sommerblumen.

Sommer trifft Winter

Die Rosen warten darauf, in eine Schale für den Friedhof gesetzt zu werden – unglaubliche 30 Jahre ist es her, dass mein Vater von uns gegangen ist.

Rosen für Papa

Und Großmutter bekommt, wie jedes Jahr, eine Hortensie zum Muttertag aufs Grab.

Weiße Hortensien – von Paulinchen bewacht.

Zwei dicke Oleanderbüsche stehen schon vor Mütterleins Haustüre, Pelargonien, Glockenblumen, Verbenen, Honigtau und diverse andere Sommerblumen für die Töpfe stehen noch in Schachteln herum und wollen in den kommenden Tagen gesetzt werden. Morgen Früh muss ich noch Blumenerde und Kräuter besorgen, dann kann Mutti sich austoben beim Pflanzen. Falls sie Rücken bekommt, mache halt ich es :-)

Sie duftet

als hätte sie sich eine Nacht bei Douglas einsperren lassen und sämtliche Parfumproben ausprobiert.

Frisch vom Friseur

War das eine Prozedur! Fast drei Stunden hat es gedauert, bis aus dem Landei eine kleine Dame geworden ist. Und das, obwohl sie weder verfilzt war, noch andere Pflegeprobleme vorhanden waren. Shamponieren, Pflegespülung, trocknen, Ohren kontrollieren, Krallen schneiden, Pfotenpflege, Haare schneiden, effilieren, Fang und Augenpartie trimmen, Bart schneiden, Intimrasur, Pflegespray einbürsten und dann noch Hundeparfum über alles. Ich kann euch nicht sagen, wer von uns beiden nach dieser Aktion mehr geschafft war, das Paulinchen oder ich.

Aber jetzt ist wieder Schluss mit dem Unsinn, gell?!

Sie hat sich aber tapfer gehalten, hat alles mit Engelsgeduld über sich ergehen lassen und vor allen den anschließenden Spaziergang genossen. Und dann ist sie flach gelegen und hat erst einmal ein paar Stunden geschlafen. Ich auch.

Meteorologisch

hat heute der Frühling begonnen. Auch wenn es ein wenig voreilig sein sollte, habe ich meine Winterschuhe und Stiefel in der Versenkung verschwinden lassen. Ebenso die dicke Daunenjacke und die Haube, die ich im heurigen Winter sowieso nie gebraucht habe.

Und dann war ich im Garten und habe mich ziemlich gewundert, dass der Rosmarin überlebt hat und auch sonst schon Einiges sprießt. Vor allem das Unkraut, aber auch der Thymian, die Pimpinelle und der Salbei stehen prächtig da.

Kräuter

Salbei, Rosmarin, Thymian, Petersilie und Pimpinelle

Da konnte ich der Versuchung natürlich nicht widerstehen, habe ein wenig vom Vorhandenen abgezwickt und auch gleich verkocht. Was daraus geworden ist, erzähle ich euch morgen. Ich dreh jetzt noch eine Gassirunde mit dem Paulinchen und kümmere mich dann um meinen Schönheitsschlaf :-)

Dolce far niente

Ich gestehe – ich entwickle mich zum faulen Luder. Schlafen, lesen, fernschaun und, so das Wetter mitspielt, mit Paula spazieren gehen sind in etwa die Dinge, die ich zur Zeit am liebsten mache. Die Hausarbeit übersehe ich geflissentlich. Zumindest so lange bis ich mich vor mir selber schäme und das Nötigste erledige. Im Korb stapelt sich die Bügelwäsche schon zu beängstigender Höhe und die Ausrede, kein destilliertes Wasser für das Bügeleisen mehr im Haus zu haben, kann ich höchstens noch ein paar Stunden aufrecht erhalten. Denn dann muss ich den Fabsi wieder aus der Werkstätte holen – ausgerüstet mit neuer Batterie (die alte hat am Montag ihren Geist aufgegeben) und neuem Auspuff.

Aber ich koche jeden Tag irgendwas. 08/15-Wunschküche fürs Mütterlein und

gekochte Hühnerbrust, rohes Rindfleisch, Reis und etwas Distelöl

für Klein-Paula. Wenn die ihre Futterschüssel sieht, wird sie zum Gummiball und führt sich auf, als ob sie tagelang nichts zu Fressen bekommen hätte. Mit Trockenfutter oder Nassfutter aus Dosen oder Beutel kann ich mich mittlerweile brausen gehen. Nur zum Frühstück nimmt sie Fastfood und zwar zwei Hundekekse einer bestimmten Marke, alles Andere wird verweigert oder draußen verscharrt. Aber ok, soll sie, sie muss momentan eh viel lernen. Besucher freundlich behandeln zum Beispiel. Ein hartes Stück Arbeit für uns beide, aber ich glaube jetzt den Schalter dafür gefunden zu haben. Überschwänglich freudig begrüßt wird noch niemand, aber das Verbellen und Anknurren hat sie eingestellt. Ich freue mich für sie, dass sie es schafft, ihre Ängste langsam aber sicher abzulegen.

Wer hat das bestellt?

Wenn ich beim Aufwachen die Geräusche, die von den vorbeifahrenden Autos verursacht werden, wie durch einen Wattebausch höre, dann weiß ich – Schnee auf der Straße. Ich habe so sehr gehofft, das ich mich irre, aber nix da – es war Realität, dass der Winter doch noch gekommen ist. Grauslich war es gestern draußen, nass von unten, nass von oben und dunkelgrau den ganzen Tag.

Richtig Leid getan hat mir das Paulinchen, das bei jedem Gassigang total verzweifelt ein kleines Stückerl Wiese gesucht hat, um ihre dringenden Geschäfte zu verrichten. Ganz verzagt ist sie fast bis zum Bauch im Gatsch gestanden und hat mich hilfesuchend angesehen. Am liebsten hätte ich ihr gesagt, dass sie es gut sein lassen soll und wir eh schöne, trockene Teppiche zuhause liegen hätten, aber ich habe es mir verkniffen und ihr gut zugeredet, dass es Schlimmeres als das gibt. Es hat ewig gedauert, bis sie mir geglaubt hat – ich vermute, dass die Kleine noch nie Schnee gesehen hat.

Funkelndes Weiß in der Morgensonne

Richtig schön war der Schnee aber heute Morgen. In der Nacht hatte es gefroren und die Sonne zauberte Funkellichter auf die Schneebällchen in den Sträuchern. Paulinchen sucht zwar immer noch nach Wiese, ist aber schon bereit, auch Asphalt zu akzeptieren, was die Sache immens vereinfacht. Sogar ein paar Hüpfer in den Schnee hat sie versucht und ich habe den Eindruck, dass ihr das komische weiße Zeug langsam zu gefallen beginnt.